Wuppertaler Rundschau, 19.03.2000 (kgc)

Ein Preis fürs Kasperl-Theater
Englische Jugendleiter aus der Partnerstadt South Tyneside haben bei einem Austausch im Mai
1983 einen Preis gestiftet, den der Jugendring, seit 1946 tätige Arbeitsgemeinschaft Wuppertaler Jugendverbände, für herausragende ehrenamtliche oder soziale Leistungen, besonders im Jugendbereich, verleiht.
Folgende Organisationen durften den Wanderpreis für zwei Jahre aufbewahren: Jugend
baut Mahnmal KZ Kemna, 15 Jahre Hilfe für Kinder (Jugendring-Arbeitskreis Kind),
Ökumenischer Arbeitskreis Heiligabendfeier Stadthalle, Interessengemeinschaft der
Selbsthilfegruppen Behinderter in Wuppertal, Ehrenamtliche Jugendleiter in Wuppertal,
Internationales Jugend- und Begegnungszentrum Alte Feuerwache Gathe,
Aktion Brücken der Freundschaft des SJD-Die Falken und das Streetwork-
Projekt im Haus der Jugend Bergstraße.

Die Sitzung in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr in der ehemaligen
Bandwirkerfachschule in Ronsdorf nahm der Jugendring zum Anlass, diesmal
das Brandschutzkaspertheater der Jugendfeuerwehr Ronsdorf mit dem Wander-
preis, einer Holztafel mit Gravurschildern und Wappen Aufstellen, auszuzeichen.

1996 hat sich die Ronsdorfer Jugendfeuerwehr unter Leitung von Christoph Henne
erstmals mit der Idee eines Brandschutzkaspertheaters beschäftigt. Vielen Gesprächen
folgte ein Seminar bei Handpuppenspiellehrer und Vorbild Robert Husemann in
Paderborn. Anschließend wurden Hohensteiner Kaspertheaterpuppen beschafft.
Die Spielbühne wurde von der Ronsdorfer Bühnenbaufirma Schnackenberg, immerhin
weltweit tätig, aus Aluminium und Holz gerfertigt und daus Spenden finanziert.
Auch Kasper, Seppel, Gretel, Großmutter, Opa und Feuerwehrmann waren finanziell
das Ergebnis von Spenden Wuppertaler Unternehmen.

Der technische Aufwand wird durch eine Tontechnik mit Kopfmikrophonen und einer
Nebelmaschine abgerundet. Als Bühnenbild für die Stücke "Feuerteufel und die Pommes"
und "Seppel der Supertorwart" wurden ein bergisches Fachwerkhaus, eine Telefonzelle
und verschiendene Bäume in mühevoller Kleinarbeit hergestellt. Viele weitere Details
verdeutlichen die Liebe zur guten Sache. Offiziell gegründet wurde das Brandschutzkaspertheater am 1. Januar 1997. Seitdem spielen fünf Mitglieder der Jugendfeuerwehr, drei Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf und eine Handpuppenspielerin aus dem Stadtfeuerwehrverband die Geschichten zur Brandschutzerziehung. Die Handpuppenspieler sind Andreas Halbach, Justus Majewski, Daniel Monhof, Patrick Reichel, Lars Scheibelhut, Klaus Dieter Hegemann, Christoph Henne, Stefan Rassek und Manuela Schulte.

Neben den genannten Stücken gibt es noch zwei weitere Programme: "Seppel in der Grube" und "Die Kinder von der Blümchenstrasse wollen zelten". Wie gefragt die Wuppertaler Puppenspieler sind, beweisen die nächsten Termine: am 8. April beim Seminar für Brandschutzerziehung in Menden, am 7. Mai beim Feuerwehrfest in Wipperfürth-Egen, am 13. Mai beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Frankfurt am Main, am 20. Mai beim Nachbarschaftsfest des Eisenbahn-Bauvereins in der Oberbarmer Langobardenstraße und im Juni bei der Messe "Interschutz" in Augsburg.


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